Ihr direk­ter Kon­takt:

Scheidung

Auch wenn die Ehe auf Lebens­zeit ange­legt ist, wird sie doch in vie­len Fäl­len vor­zei­tig durch Schei­dung been­det. Dies hat für bei­de Betei­lig­ten sowie für die Kin­der weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen, denn neben dem oft hohen emo­tio­na­len Auf­wand wer­fen Schei­dun­gen eine Viel­zahl kom­ple­xer Rechts­fra­gen auf. Hier­bei steht Ihnen Rechts­an­walt Mar­kert zur Ver­fü­gung und ver­tritt Ihre Inter­es­sen gericht­lich und außer­ge­richt­lich. Sei­ne Dienst­leis­tun­gen erstre­cken sich hier­bei u. a. auf fol­gen­de Berei­che:

  • Stra­te­gi­sche Bera­tung bei Tren­nung im Vor­feld einer Schei­dung,
  • Prü­fung bzw. Hil­fe bei der Her­bei­füh­rung der Schei­dungs­vor­aus­set­zun­gen,
  • Stel­lung des Schei­dungs­an­trags,
  • Durch­füh­rung einer ein­ver­nehm­li­chen Schei­dung,
  • Durch­füh­rung einer strei­ti­gen Schei­dung,
  • Ent­wurf von Schei­dungs­fol­gen­ver­ein­ba­run­gen.
 
Ab wann ist die Ehescheidung möglich?

Nach dem Gesetz kann eine Ehe geschie­den wer­den, wenn sie als geschei­tert gilt. Nach dem sog. „Zer­rü­tungs­prin­zip“ ist dies der Fall, wenn die Lebens­ge­mein­schaft der Ehe­gat­ten nicht mehr besteht und nicht erwar­tet wer­den kann, dass die Ehe­leu­te sie wie­der her­stel­len. Mit Ablauf des Tren­nungs­jah­res wird dies regel­mä­ßig nach­ge­wie­sen.

Die­ses beginnt typi­scher­wei­se dann, wenn die Ehe­gat­ten nicht mehr in der gemein­sa­men Immo­bi­lie leben. Sofern die Ehe­leu­te wei­ter­hin zusam­men woh­nen, ist eine sog. „Tren­nung von Tisch und Bett“ not­wen­dig, um das Tren­nungs­jahr zu voll­zie­hen. Hier­bei reicht es nicht aus, dass die Ehe­gat­ten in ver­schie­de­nen Zim­mern schla­fen. Viel­mehr ist erfor­der­lich, dass die Ehe­leu­te sich im nor­ma­len All­tag aus dem Weg gehen, getrennt wirt­schaf­ten und ins­be­son­de­re kei­nen gemein­sa­men Haus­halt mehr füh­ren.

Wenn einer der Ehe­part­ner nach Ablauf des Tren­nungs­jah­res nicht geschie­den wer­den möch­te und dem Schei­dungs­an­trag daher nicht zustimmt, muss der ande­re dem Gericht glaub­haft machen, dass die Ehe geschei­tert ist. Dies ent­fällt jedoch, wenn die Ehe­gat­ten min­des­tens drei Jah­re von­ein­an­der getrennt sind, da dann das Schei­tern der Ehe unwi­der­leg­bar ver­mu­tet wird.

In Aus­nah­me­fäl­len, in denen es einem Ehe­part­ner unzu­mut­bar ist, den Ablauf des Tren­nungs­jah­res abzu­war­ten, kann hin­ge­gen sofort die Schei­dung bean­tragt wer­den. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine sol­che „Här­te­fall­schei­dung“ sind aller­dings sehr streng. Sie kön­nen z. B. bei häu­fi­gen, gewalt­tä­ti­gen Über­grif­fen auf den Part­ner oder die Kin­der vor­lie­gen. In sol­chen Fäl­len müs­sen dem Gericht sämt­li­che Umstän­de vor­ge­tra­gen wer­den, was auf­grund der hohen Inti­mi­tät pri­va­ter Details sehr belas­tend sein kann. Ein Antrag auf „Här­te­fall­schei­dung“ soll­te des­halb wohl­über­legt sein.

 
Einvernehmliche oder streitige Scheidung?

Nach Ablauf des Tren­nungs­jah­res besteht grund­sätz­lich die Mög­lich­keit der Ehe­gat­ten, zwi­schen einer ein­ver­nehm­li­chen und/​oder einer strei­ti­gen Schei­dung zu wäh­len.

Einvernehmliche Scheidung

Vie­le Ehe­gat­ten möch­ten einen „Rosen­krieg“ ver­mei­den und schnell sowie kos­ten­güns­tig geschie­den wer­den. Sofern es Ihr Ziel ist, sich gemein­sam über alle mit der Tren­nung und Schei­dung ver­bun­de­nen Fol­gen ohne Gericht zu ver­stän­di­gen, kommt für Sie eine ein­ver­nehm­li­che Schei­dung in Betracht. Ger­ne kön­nen Sie in einem ers­ten Bera­tungs­ter­min, an dem eben­so Ihr Ehe­gat­te teil­neh­men kann, offe­ne Fra­gen mit Rechts­an­walt Mar­kert abklä­ren. Klar­ge­stellt wer­den muss nur, dass ein Anwalt immer nur einen Betei­lig­ten ver­tre­ten kann.

Bei der ein­ver­nehm­li­chen Schei­dung ist ledig­lich ein Rechts­an­walt nötig, der den Schei­dungs­an­trag stellt. Der nicht ver­tre­te­ne Ehe­gat­te kann der Schei­dung auch ohne Anwalt zustim­men, sonst hin­ge­gen kei­ne gericht­li­chen Anträ­ge stel­len.

Die Einig­keit muss ich auf die Schei­dungs­fol­gen bezie­hen, somit v. a. auf fol­gen­de Punk­te:

  • Unter­halt (Ehe­gat­ten- und Kin­des­un­ter­halt),
  • Sor­ge- und Umgangs­recht bei min­der­jäh­ri­gen Kin­dern,
  • Ver­mö­gens­aus­ein­an­der­set­zung, ins­be­son­de­re Zuge­winn­aus­gleich,
  • Auf­tei­lung des ehe­li­chen Haus­halts,
  • Rege­lung der wei­te­ren Nut­zung der Ehe­woh­nung,
  • Ver­sor­gungs­aus­gleich
 

Eine schrift­li­che Fixie­rung der Über­ein­stim­mung in den vor­ge­nann­ten Ange­le­gen­heit ist hin­ge­gen nicht zwin­gend erfor­der­lich, aber sinn­voll, wenn man eine ver­bind­li­che – im Zwei­fels­fall durch­setz­ba­re – Rege­lung tref­fen möch­te. Rechts­an­walt Mar­kert hilft Ihnen, eine sol­che Ver­ein­ba­rung, die vor der Schei­dung der nota­ri­el­len Beur­kun­dung bedarf, indi­vi­du­ell und auf die jewei­li­gen Bedürf­nis­se zuge­schnit­ten, zu erstel­len.

Tipp: Bei einer ein­ver­nehm­li­chen Schei­dung bie­tet es sich an, die Schei­dung online vor­zu­be­rei­ten, um Zeit zu spa­ren. Ergän­zen Sie unser For­mu­lar mit Ihren per­sön­li­chen Anga­ben. Wir set­zen uns im Abschluss mit Ihnen in Ver­bin­dung.

Streitige Scheidung

Bei einer strei­ti­gen Schei­dung las­sen sich bei­de Ehe­gat­ten anwalt­lich ver­tre­ten und ver­su­chen, mit einer recht­li­chen Tak­tik das opti­ma­le Ergeb­nis für sich selbst zu erzie­len. Rechts­an­walt Mar­kert hilft Ihnen dabei, die Schei­dungs­aus­ein­an­der­set­zung in recht­li­cher und tat­säch­li­cher Hin­sicht best­mög­lich zu gestal­ten und umzu­set­zen, um eine emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne, lang­jäh­ri­ge Aus­ein­an­der­set­zung zu ver­hin­dern, da die­se nicht nur extrem teu­er und belas­tend ist, son­dern v. a. den gemein­sa­men Kin­dern scha­det.

Tipp: Gera­de bei einer strei­ti­gen Tren­nung ist eine früh­zei­ti­ge fach­li­che Bera­tung von gro­ßer Rele­vanz, um spä­te­re unlieb­sa­me Über­ra­schun­gen zu ver­hin­dern und kla­re Ver­hält­nis­se zu schaf­fen.

 
Wie läuft das Scheidungsverfahren ab?

Wenn einer der Ehe­gat­ten durch einen Anwalt einen Schei­dungs­an­trag gestellt und die ange­for­der­ten Gerichts­kos­ten begli­chen hat, stellt das zustän­di­ge Gericht dem Antrags­geg­ner den Schei­dungs­an­trag zu. Bei einer Ehe­zeit von min­des­tens drei Jah­ren, über­sen­det das Gericht zudem bei­den Ehe­gat­ten von Amts wegen einen Fra­ge­bo­gen zum Ver­sor­gungs­aus­gleich, dem Aus­gleich der Ren­ten­an­sprü­che zwi­schen den Ehe­gat­ten für die Dau­er der Ehe­zeit. Bei einer kür­ze­ren Ehe­dau­er wird das Ver­sor­gungs­aus­gleichs­ver­fah­ren hin­ge­gen nur auf Antrag eines der bei­den Ehe­gat­ten ein­ge­lei­tet. Neben dem Aus­schluss des Ver­sor­gungs­aus­gleichs durch eine nota­ri­el­le Ver­ein­ba­rung, kann in sel­te­nen Fäl­len der beson­de­ren Här­te außer­dem von der Durch­füh­rung abge­se­hen wer­den.

Solan­ge kei­ne nota­ri­el­le Schei­dungs­fol­gen­ver­ein­ba­rung getrof­fen wor­den ist, bleibt die Mög­lich­keit der gericht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung hier­über bestehen.

Im wei­te­ren Ver­fah­rens­ab­lauf setzt das Gericht einen Schei­dungs­ter­min an. Dar­in wer­den die Ehe­gat­ten vom Gericht zu den Umstän­den und der Fra­ge, ob sie sich schei­den las­sen wol­len, ange­hört. Abge­schlos­sen wird das Schei­dungs­ver­fah­ren durch einen Schei­dungs­be­schluss.

 
Wie lange dauert das Scheidungsverfahren?

Die Dau­er des Schei­dungs­ver­fah­rens hängt von ver­schie­de­nen Kri­te­ri­en ab, z. B. ob eine gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung zu den Schei­dungs­fol­gen statt­fin­det. Sie kann zwi­schen weni­gen Mona­ten bis zu meh­re­ren Jah­ren betra­gen.

 
Was kostet die Scheidung?

Die anfal­len­den Gerichts- und Anwalts­kos­ten sind, wie in den ande­ren Rechts­ge­bie­ten, vom Streit­wert abhän­gig und wer­den nach dem Gerichts­kos­ten­ge­setz (GKG) bzw. dem Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz (RVG) berech­net.

Der Streit­wert einer Ehe­schei­dung ergibt sich zunächst aus dem Ein­kom­men bei­der Ehe­part­ner. Bestim­mend für die Anwalts­kos­ten ist zudem der Umfang der anwalt­li­chen Tätig­keit, also ob der Anwalt z. B. bereits außer­ge­richt­lich tätig gewor­den ist. Hin­zu kom­men wei­te­re ver­fah­rens­be­ding­te Kos­ten, etwas für den Ver­sor­gungs­aus­gleich. Gene­rell gilt die Maß­ga­be, dass sich die Schei­dungs­kos­ten nach der Anzahl der Streit­punk­te ergibt und weni­ger nach dem tat­säch­li­chen Auf­wand.

Im Schei­dungs­ver­fah­ren besteht zudem die Mög­lich­keit, Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe in Anspruch zu neh­men.

Die Fra­ge nach der Höhe der Schei­dungs­kos­ten kann daher nie pau­schal beant­wor­tet wer­den. Viel­mehr kommt es auf Ihren spe­zi­el­len Ein­zel­fall an. Rechts­an­walt Mar­kert ist Ihnen ger­ne dabei behilf­lich, Ihre Situa­ti­on ein­zu­schät­zen.

Online-Formular
Als wei­te­ren Ser­vice für eine noch effi­zi­en­te­re Abwick­lung bie­ten wie Ihnen fol­gen­des Online-For­mu­lar an:
  • Roß­markt 1–3, 97638 Mellrich­stadt
  • 09776 5065