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Zugewinnausgleich

Im Lau­fe der Ehe gewin­nen oft bei­de Ehe­gat­ten Ver­mö­gen hin­zu, wobei auch Schul­den, die im Lau­fe der Ehe zurück­ge­zahlt wer­den, eine Form des Ver­mö­gens­zu­wach­ses dar­stel­len. Sofern die Ehe­gat­ten kei­nen Ehe­ver­trag abge­schlos­sen haben, leben Sie im gesetz­li­chen Güter­stand der Zuge­winn­ge­mein­schaft.

Merkmale der Zugewinngemeinschaft

Die Zuge­winn­ge­mein­schaft zeich­net sich durch fol­gen­de drei Merk­ma­le aus:

  • Das Ver­mö­gen der jewei­li­gen Ehe­gat­ten bleibt auch nach der Ehe­schlie­ßung getrennt; dies gilt auf für Ver­mö­gen, das einer der Ehe­gat­ten danach erwirbt.
  • Jeder Ehe­gat­te haf­tet grds. nur für sei­ne eige­nen Schul­den und nur mit sei­nem eige­nen Ver­mö­gen.
  • Der Zuge­winn, den die Ehe­gat­ten in der Ehe erziel­ten, wird aus­ge­gli­chen, wenn die Zuge­winn­ge­mein­schaft endet und ein ent­spre­chen­der Antrag gestellt wird.
 
Anwaltliche Leistungen rund um den Zugewinn

Im Fal­le einer Schei­dung endet die Zuge­winn­ge­mein­schaft und das wäh­rend der Ehe erwor­be­ne Ver­mö­gen wird zwi­schen den Ehe­gat­ten hälf­tig geteilt (Zuge­winn­aus­gleich). Rechts­an­walt Mar­kert unter­stützt Sie hier­bei durch die nach­ste­hen­den Leis­tun­gen:

  • Prü­fung und Berech­nung des Zuge­winn­aus­gleichs,
  • Durch­set­zung und Abwehr von Zuge­winn­aus­gleichs­an­sprü­chen,
  • Ver­ein­ba­run­gen rund um den Zuge­winn in Ehe­ver­trä­gen und Schei­dungs­fol­gen­ver­ein­ba­run­gen.
 
Wann kommt es zum Zugewinnausgleich?

Der Zuge­winn­aus­gleich wird vom Fami­li­en­ge­richt nicht von Amts wegen gere­gelt, son­dern nur, wenn der­je­ni­ge Ehe­gat­te, der einen Zuge­winn­aus­gleich für sich bean­sprucht, anwalt­lich ver­tre­ten einen Antrag bei Gericht ein­reicht. Er kann im Zusam­men­hang mit einem Schei­dungs­an­trag oder iso­liert gestellt wer­den. Zu beach­ten ist, dass der Anspruch auf Zuge­winn­aus­gleich inner­halb von drei Jah­ren ab Rechts­kraft der Schei­dung ver­jährt, also nicht mehr bean­sprucht wer­den kann, wenn er nicht vor Ablauf jener Frist gericht­lich gel­tend gemacht wird.

Wie berechnet man den Zugewinn?

Zur Berech­nung des Zuge­winns ist das jewei­li­ge Anfangs­ver­mö­gen zum Zeit­punkt der Ehe­schlie­ßung und das jewei­li­ge End­ver­mö­gen zum Zeit­punkt der Zustel­lung des Schei­dungs­an­trags getrennt zu ermit­teln. Der Zuge­winn errech­net sich aus dem End­ver­mö­gen abzüg­lich des Anfangs­ver­mö­gens. Aus­gleichs­pflich­tig ist der­je­ni­ge Ehe­gat­te, der in der Ehe einen höhe­ren Zuge­winn erzielt hat. Er hat die Hälf­te der Dif­fe­renz des Zuge­winns aus­zu­glei­chen. Der Anspruch ist aller­dings auf den Wert des Ver­mö­gens des aus­gleichs­pflich­ti­gen Ehe­gat­ten begrenzt, der nach Abzug der Ver­bind­lich­kei­ten vor­han­den ist, wobei sog. „illoya­le Ver­mö­gens­min­de­run­gen“ nach der Tren­nung recht­lich nicht berück­sich­tigt wer­den. Wei­ter­hin stellt Ver­mö­gen, das ein Ehe­gat­te nach der Ehe­schlie­ßung von Todes wegen oder mit Rück­sicht auf ein künf­ti­ges Erbrecht, durch Schen­kung oder als Aus­stat­tung erwirbt, kein gemein­sa­mes, von den Ehe­gat­ten erwirt­schaf­te­tes Ver­mö­gen dar und wird im Rah­men des Zuge­winn­aus­gleichs auch nicht geteilt, d. h., es bleibt bei der Zuge­winn­aus­gleichs­be­rech­nung rech­ne­risch außer Betracht.

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