Ihr direk­ter Kon­takt:

Unterhalt

Rechts­an­walt Mar­kert berät und ver­tritt Sie in allen Fra­gen des Unter­halts­rechts, ins­be­son­de­re zum:

  • Tren­nungs­un­ter­halt,
  • nach­ehe­li­chen Unter­halt,
  • Unter­halt von nicht ver­hei­ra­te­ten Part­nern,
  • Kin­des­un­ter­halt min­der­jäh­ri­ger und voll­jäh­ri­ger Kin­der,
  • Eltern­un­ter­halt.
 

Tipp: Es ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung, die­se Ansprü­che so früh­zei­tig wie mög­lich zu prü­fen, da der Grund­satz gilt, dass Unter­halt für die Ver­gan­gen­heit nur geschul­det wird, wenn eine der fol­gen­den Siche­rungs­maß­nah­men getrof­fen wor­den sind:

  • Schrift­li­che Auf­for­de­rung des Unter­halts­ver­pflich­te­ten mit Frist­set­zung zur Aus­kunft über sei­ne Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se,
  • Mah­nung mit Frist­set­zung gegen­über dem Unter­halts­ver­pflich­te­ten zur Zah­lung von Unter­halt oder
  • Ein­lei­tung eines Unter­halts­ver­fah­rens beim zustän­di­gen Fami­li­en­ge­richt.
 
Trennungsunterhalt

Nach der Tren­nung kann der Berech­tig­te vom Ver­pflich­te­ten den Tren­nungs­un­ter­halt ver­lan­gen, der sich an den jewei­li­gen Ver­mö­gens- und Ein­kom­mens­ver­hält­nis­sen der Ehe­gat­ten ori­en­tiert. Dabei ist ent­schei­dend, ob der unter­halts­be­rech­tig­te Ehe­gat­te weni­ger Ein­kom­men hat, als der ande­re Ehe­gat­te. Unbe­deu­tend ist hin­ge­gen, wes­halb ein Ein­kom­mens­un­ter­schied vor­liegt. Solan­ge die Ehe noch nicht rechts­kräf­tig geschie­den ist, genügt eine diver­gie­ren­de Ein­kom­mens­hö­he, um den Anspruch auf Tren­nungs­un­ter­halt ent­ste­hen zu las­sen. Hin­sicht­lich der Unter­halts­hö­he gilt der Halb­tei­lungs­grund­satz, nach dem jedem Ehe­gat­ten die Hälf­te der bei­den inge­samt zur Ver­fü­gung ste­hen­den finan­zi­el­len Mit­teln zusteht. Zu beach­ten ist jedoch, dass dem Unter­halts­ver­pflich­te­ten grund­sätz­lich der Selbst­be­halt, mit­hin ein Betrag in Höhe von aktu­ell 1.280,00 € bzw. 1.180,00 € bei Nicht­er­werbs­tä­ti­gen, für sich selbst ver­blei­ben muss, auch wenn dadurch der Unter­halts­be­rech­tig­te kei­nen oder nur einen gerin­gen Unter­halt erhält.

Nachehelicher Unterhalt

Nach Rechts­kraft der Ehe­schei­dung gilt der Grund­satz der Eigen­ver­ant­wor­tung, nach wel­chem es jedem Ehe­gat­ten obliegt, selbst für sei­nen Unter­halt zu sor­gen. Nur, wenn einer der geschie­de­nen Ehe­part­ner unver­schul­det nicht in der Lage ist, sich selbst, gemes­sen an den ehe­li­chen Lebens­ver­hält­nis­sen, durch eige­nes Ein­kom­men zu finan­zie­ren, kommt ein Anspruch auf nach­ehe­li­chen Unter­halt in Betracht. Die­ser hat im Ver­gleich zum Tren­nungs­un­ter­halt weit­aus enge­re Vor­aus­set­zun­gen. Denn die Ursa­che für den Ein­kom­mens­un­ter­schied zum Ver­pflich­te­ten muss zumin­dest teil­wei­se in der Ehe lie­gen. Es muss ein sog. ehe­be­ding­ter Nach­teil vor­lie­gen. Hier­bei wird eine fik­ti­ve Vor­her-Nach­her-Betrach­tung ange­stellt, bei der erör­tert wird, ob der unter­halts­be­rech­tig­te Ehe­gat­te ohne die Ehe und ohne etwai­ge vor­han­de­ne Kin­der nach der Schei­dung unter regel­mä­ßi­gen und nor­ma­len Umstän­den ein höhe­res Ein­kom­men erzielt hät­te. Dies kommt etwa bei einer Teil­zeit­tä­tig­keit wegen der Betreu­ung eines bzw. meh­re­rer gemein­sa­mer Kin­der oder beim Ver­zicht einer Erwerbs­tä­tig­keit auf­grund der Rol­len­ver­tei­lung in der Ehe in Betracht. Das Gesetz ent­hält hier­zu gewis­se Unter­halts­tat­be­stän­de. Erfor­der­lich für deren Gel­tend­ma­chung ist, dass ab Rechts­kraft der Ehe­schei­dung ohne zeit­li­che Unter­bre­chung ein Unter­halts­tat­be­stand erfüllt ist. Par­al­lel zum Tren­nungs­un­ter­halt gilt auch hier der Selbst­be­halt des Ver­pflich­te­ten in Höhe von aktu­ell 1.280,00 € bzw. 1.180,00 €.

Tipp: Der nach­ehe­li­che Unter­halt ist in der Pra­xis sehr kon­flikt­träch­tig. Teil­wei­se dau­ern gericht­li­che Rechts­strei­tig­kei­ten hier­über meh­re­re Jah­re. Daher kann es rat­sam sein, sich über den Unter­halt zu eini­gen. Rechts­an­walt Mar­kert hilft Ihnen im Rah­men eines Ehe­ver­tra­ges oder einer Schei­dungs­fol­gen­ver­ein­ba­rung eine ein­ver­nehm­li­che Lösung zu fin­den, wel­che genau abge­wo­gen sein muss, um ggf. einer spä­te­ren rich­ter­li­chen Kon­trol­le stand­zu­hal­ten und deren Wirk­sam­keit zu garan­tie­ren.

Unterhalt von nicht verheirateten Partnern

Der Kinds­va­ter muss der Mut­ter die­je­ni­gen finan­zi­el­len Nach­tei­le erset­zen, die die­ses erlei­det, weil sie wegen der Geburt nicht oder nur noch in gerin­ge­rem Maße als vor der Schwan­ger­schaft erwerbs­tä­tig sein kann. Die­ser steht selbst dann ein Min­der­be­darf zu, wenn sie vor der Schwan­ger­schaft nicht berufs­tä­tig war, um ihr Exis­tenz­mi­ni­mum zu sichern. Der Selbst­be­halt des Ver­pflich­te­ten beträgt der­zeit 1.280,00 € bzw. 1.180,00 €.

Kindesunterhalt

Kin­des­un­ter­halt ist grund­sätz­lich gegen­über Kin­dern zu ent­rich­ten, wel­che min­der­jäh­rig sowie unver­hei­ra­tet oder voll­jäh­rig, unver­hei­ra­tet und in Berufs­aus­bil­dung befind­lich sind. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob die Eltern ver­hei­ra­tet oder unver­hei­ra­tet sind. Ent­schei­dend ist hin­ge­gen, in wes­sen Haus­halt die Kin­der leben – wobei es auch Fäl­le gibt, in dem das Kind regel­mä­ßig wech­selt, sog. Wech­sel­mo­dell.

Unterhaltsberechtigung minderjähriger Kinder

Min­der­jäh­ri­ge Kin­der sind übli­cher­wei­se außer Stan­de sich selbst zu ver­sor­gen und damit unter­halts­be­rech­tigt. Beim sog. Resi­denz­mo­dell, wel­ches in der Pra­xis am häu­figs­ten anzu­tref­fen ist, lebt das Kind bei einem Eltern­teil. Die­ser leis­tet sei­nen Unter­halt in Form des Natu­ral­un­ter­halts, also durch die Betreu­ung und Ver­sor­gung des Kin­des. Der ande­re Eltern­teil ist hin­ge­gen ver­pflich­tet, dem Kind gegen­über Bar­un­ter­halt zu leis­ten. Des­sen Höhe ergibt sich aus der Düs­sel­dor­fer Tabel­le. Rele­vant hier­für ist das (berei­nig­te) Net­to­ein­kom­men des Ver­pflich­te­ten, das Alter des Kin­des sowie die Anzahl etwai­ger wei­te­rer unter­halts­be­rech­tig­ter Kin­der. Der Selbst­be­halt des Ver­pflich­te­ten hängt davon ab, ob die­ser erwerbs­tä­tig ist. Er beträgt der­zeit 960,00 € für Nicht­er­werbs­tä­ti­ge und 1160,00 € für Erwerbs­tä­ti­ge.

Unterhaltsberechtigung volljähriger Kinder

Gegen­über voll­jäh­ri­gen Kin­dern, die das 21. Lebens­jahr nicht been­digt haben und sich noch in der Schul­aus­bil­dung befin­den, sind bei­de Eltern­tei­le bar­un­ter­halts­ver­pflich­tet. Der Natu­ral­un­ter­halt des Eltern­teils, bei dem das Kind lebt, ver­liert mit­hin sei­ne Bedeu­tung. Das berei­nig­te Net­to­ein­kom­men der Eltern wird addiert und bil­det die Sum­me, aus der gemäß Düs­sel­dor­fer Tabel­le der Bedarfs­satz ermit­telt wird. Die­sen Betrag müs­sen bei­de Eltern bezah­len, aller­dings nicht jeweils zur Hälf­te, son­dern gemäß dem Ein­kom­mens­ver­hält­nis. Ihr Selbst­be­halt, in Höhe von 960,00 € bzw. 1160,00 €, und ggf. wei­te­re Unter­halts­ver­pflich­tun­gen gegen­über min­der­jäh­ri­gen Kin­dern wer­den abge­zo­gen.
Sofern das voll­jäh­ri­ge Kind nicht mehr zu Hau­se lebt, besteht u. U. wei­ter­hin eine Unter­halts­pflicht, aller­dings mit einem höhe­ren Selbst­be­halt von 1.400,00 €. Bei voll­jäh­ri­gen Stu­den­ten liegt der Unter­halts­an­spruch für die Dau­er der Regel­stu­di­en­zeit vor, wel­che jedoch bei Vor­lie­gen berech­tig­ter Grün­de auch leicht über­schrit­ten wer­den darf.

Elternunterhalt

Unter gewis­sen Umstän­den schul­den Kin­der ihren Eltern Unter­halt, wenn die­se nicht in der Lage sind, sich selbst zu ver­sor­gen. Sofern der Staat für die­se auf­kommt und z. B. die Heim­un­ter­brin­gung finan­ziert, geht der Unter­halts­an­spruch auf ihn über. Daher wird von den Kin­dern zunächst Aus­kunft ver­langt, um zu prü­fen, ob ein etwai­ger Anspruch besteht. Sind meh­re­re Kin­der vor­han­den, sind die­se antei­lig nach ihren Ein­künf­ten her­an­zu­zie­hen, sofern sie über ein Jah­res­brut­to­ein­kom­men von min­des­tens 100.000,00 € ver­fü­gen.

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